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Fotokurs Straßenfotografie – Vorbesprechung und Teil 1

Hier eine kurze Zusammenfassung des zweiten Fotokurses, den ich bei Meike Fischer besucht habe: „Straßenfotografie in Frankfurt„. Zunächst Infos zur Vorbesprechung und dem ersten Teil des Fotografierens im Bahnhofsviertel. Soviel vorab: Für alle die in die Straßenfotografie hineinschnuppern wollen ist der Kurs nur zu empfehlen …

Die Vorbesprechung:

Der Kurs startete mit einer theoretischen Einführung im Saalbau Gutleut: In gut 1,5 Stunden wurde umrissen worum es bei der Fotografie im öffentlichen Raum geht, welche Besonderheiten bei der Motivwahl zu beachten sind, welche Kameraeinstellungen sich am besten für diese Art der Fotografie eignen und welche rechtlichen Aspekte berücksichtigt werden müssen.
Außerdem wurden folgende „Rahmenbedingungen“ für das spätere Fotografieren festgelegt und erklärt:

  • Festbrennweite im Bereich der Normalbrennweite verwenden
    Der Fotograf soll als Objektiv dienen, d.h. er muss durch seine Bewegung den Bildausschnitt beeinflussen. Außerdem vermeidet man durch den neutralen Brennweitenbereich eine Verzerrung der aufgenommenen Motive durch zu extreme Weitwinkelaufnahmen und wird zudem als Fotograf gezwungen, sich direkt ins Geschehen zu stürzen, wenn man nicht mit einem Tele aus der Distanz fotografieren kann.  Ich habe den ganzen Tag mein 17-85 an meiner Crop-Kamera verwendet und versucht alle Aufnahmen mit einer Brennweite von ca. 35mm aufzunehmen.
  • Programmwahl „Zeitautomatik“ und manuelle Belichtungskorrektur oder Programmwahl „Manuell“
    Um der Herausforderung der aktuellen Lichtverhältnisse gerecht zu werden – wir hatten strahlenden Sonnenschein zur Mittagszeit, also extreme Lichter und Schatten – sollte möglichst über das manuelle Programm die optimale Kombination aus Blende und Belichtungszeit gewählt werden. Alternativ bietet sich das Programm „Zeitautomatik“ an, d.h. also man wählt die Blende vor und lässt die Kamera die Belichtungszeit wählen.
    Um nicht zu sehr im Einstellungswust der Kamera verloren zu gehen habe ich mit Blende 8 und Zeitautomatik fotografiert. Ich persönlich hatte dennoch genug zu tun: Durch den teilweise extremen Dynamikumfang innerhalb eines Motivs musste häufig manuell der Spot für die Belichtungsmessung festgelegt bzw. die Belichtung manuell um einige Blendenwerte angepasst werden. Die Belichtungsmessung hatte ich auf mitten-betonte Messung eingestellt; alternativ hätte man auch mit Spotmessung fotografieren können, wodurch natürlich die Gefahr einer Fehlbelichtung größer geworden wäre.
  • Manuelles Fokussieren
    Da angeblich meist schneller und zielsicherer als die Nutzung des Autofokus, sollte nach Möglichkeit manuell fokussiert werden. Ich kann mir schon vorstellen, dass mit entsprechender Übung sehr fix und gezielt manuell fokussiert werden kann, ich habe mich dann allerdings für den Autofokus entschieden. Hierzu habe ich die Fokusmesspunkte auf den zentralen Spot begrenzt – was dann auch die manuelle Belichtungsmessung etwas erleichterte, da Fokuspunkt und Zentrum für die Belichtungsmessung immer festgelegt und identisch waren.
    Dennoch bleibt natürlich das persönliche To-Do für künftige Aufnahmen: bewusst manuelles Fokussieren üben!

Fotografieren Teil 1

Dann ging es endlich zum Fotografieren ins Bahnhofsviertel. Das eigentliche Fotografieren bestand jedoch wiederum aus 2 Teilen:

  • Teil 1: „Eine Bühne suchen“
  • Teil 2: „Gezielt eine Serie fotografieren“

Für einen lockeren Start und um sich für das weitere Fotografieren schon einen Überblick über mögliche Motive des Bahnhofsviertels zu verschaffen, sollten zunächst innerhalb von ca. 45 min. mindestens 10 verschiedene „Bühnen“ fotografiert werden. Im Klartext sollte hierzu zunächst von der gegenüberliegenden  Straßenseite ein geeigneter Hintergrund, also eine geeignete Bühne gesucht werden.  Dann muss man eigentlich nur noch auf die passenden Akteure warten, die die Bühne mit Leben füllen. … Hört sich recht einfach an, ist es eigentlich auch. Ich war überrascht, wie „einfach“ man bei entsprechenden Publikum zu ansehnlichen Bildern kommen kann.

Eine Einschränkung gab es noch: Es sollte auch hier möglichst schon gezielt fotografiert werden, also nicht im Sekundentakt die Kreuzung abfotografieren, um später aus hunderten von Bildern eventuell einen Schnappschuss herausfischen zu können. Insofern habe ich meist ein oder zwei Aufnahmen gemacht, um einen Eindruck von der Bühne und der Belichtung zu bekommen. Dann folgten meist nur ein oder zwei Aufnahmen mit „belebter Bühne“. Das hatte zudem den Vorteil, dass man relativ schnell nach weiteren geeigneten Locations gesucht hat.

Hier einige der Ergebnisse des ersten Teils.

 

Fotografieren Teil 2

Weitere Infos zu Teil 2 folgen …
oder wie vielleicht auch der Süd-Schwede sagt: „To be continued …“

Update: Jetzt Teil 2 aufrufen.

 

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Author: Dirk (106 Articles)

Kaffee statt Tee, Hund statt Katze, Ski statt Snowboard, Kombi statt Cabrio, Mac statt PC, Berge statt Meer, Digital statt Analog, Rindscurry statt Bratcurry, Coke statt Pepsi

2 Comments on Fotokurs Straßenfotografie – Vorbesprechung und Teil 1

  • Sebastian says:
    08/05/2011 at 22:28

    Hallo Dirk.
    Darauf habe ich ja das ganze Wochenende sehnlichst gewartet. Ich bin wirklich überrascht, wie „einfach“ es ist, spannende Fotos vor einer passenden Bühne zu schiessen. Aber wenn man liest worauf es ankommt, ist es auch einleuchtend. Das mit der Bühne ist eine gute Hilfestellung. Ich hechte mit der Kamera durch die Stadt und suche die Momentaufnahme. Aber auf sie zu warten ist natürlich viel bequemer. 😉 Und ich habe auch schon direkt einen Favoriten, die drei „Studenten“ vor der grünen Jalousie, für mich ein Volltreffer. Ich bin schon sehr neidisch, leider habe ich es diesmal wieder nicht geschafft, aber beim nächsten Mal bin ich dabei. Und bitte keine Zoofotografie für Fortgeschrittene! 😉 Vielen Dank für den Artikel, ich bin auf das „att fortsätta“ gespannt, wie wir Nordschweden so sagen 😉
    /Sebastian

  • Michael says:
    10/05/2011 at 00:13

    Hallo Dirk,
    ich bin wirklich beeindruckt von der Atmosphäre Deiner Bilder. Allerdings ist die Ausbeute doch etwas mau, los, rück noch ein paar mehr ‚raus.

    Gruß

    Michael

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