Fotografie

Mein erstes Aperture Fotobuch

Eine der Möglichkeiten, die Aperture bietet ist der direkte Zugriff auf das Fotoarchiv um damit ein Fotobuch gestalten zu können, das im Anschluss direkt bestellt werden kann. Hier ein kurzer Bericht wie sich die Gestaltung meines ersten Buches dargestellt hat, auf welche Überraschungen man sich ggf. bei der Bestellung einstellen sollte und was man als Lieferung erwarten darf.


Los geht´s: Fotos auswählen und ran an das Layout / die Gestaltung …

Dank der zahlreichen Vorlagen, die bereits in Aperture enthalten sind, muss bzgl. des Layouts nicht bei null starten. Im ersten Schritt sollte man sich für das gewünschte Format, Hardcover oder Taschenbuch und das Thema entscheiden. Auch wenn diese Einstellungen später noch verändert werden können bedeutet ein späterer Wechsel unter Umständen, dass man bereits festgelegte Texte und andere Layoutanpassungen wieder verliert. Also sollte spätestend bei der Feinabstimmung des eigenen Layouts feststehen in welchem Format und Thema die finale Version gewünscht ist.

Ich habe mich für ein gebundenes Buch im Format 28 x 21,5 cm entschieden. Als Vorlage für die Zusammenstellung verschiedenster Urlaubsfotos gefiel mir das Thema „Journal“ am besten.

Um das im ersten schritt noch leere Template zu befüllen kann man zunächst alle Fotos, die Kandidaten für das Buch darstellen als solche zum Buch hinzufügen. Dafür müssen diese einfach aus ihrem aktuellen Projekt auf das nun in der Mediathek aufgeführte Fotobuch gezogen werden. Im ersten Schritt hatte ich hier zu wenige Bilder ausgewählt, was später die Auswahl inhaltlich zueinander passender Bilder erschwert hat. Also würde ich empfehlen hier lieber 2-3 Fotos mehr in die Auswahl zu nehmen.

Sobald die Fotos „als Kandidaten“ im Fotobuch enthalten sind, können Sie in die Platzhalter eingefügt werden, die sich auf den einzelnen Seiten befinden. Nun können die Fotos noch innerhalb des Templates skaliert und ausgerichtet werden. Ausserdem kann dan die „Fotobox“ neu skalieren, positionieren und drehen, wenn man zuvor auf den Modus für „Layout bearbeiten“ wechselt. Was für mich leider bis zum Schluss ein Rätsel geblieben ist: Wie kann man zu einer neu eingefügten Fotobox einen Rahmen hinzufügen? Pragmatische Lösung: eine der bereits bestehenden Boxen kopieren und dann neu befüllen … aber das ist bestimmt nicht der optimale Weg 😉

Negativ aufgefallen ist mir die doch sehr begrenzte Möglichkeit der Textgestaltung: Schriftart, -größe und -farbe sind in festen Kombinationen vorgegeben. Ausserdem kann in einer Textbox nur ein Textlayout verwendet werden. Wer hier also etwas variieren möchte muss mehrere Textboxen miteinander kombinieren und wird selbst dabei wahrscheinlich schnell an die Grenzen stoßen. Was hier jedoch hilft um das Bild etwas aufzupeppen: genauso wie die Fotoboxen können auch die Textboxen frei gedreht werden.


Soweit ist alles fertig – es geht weiter zur Bestellung …

Wer noch ein gewissen „Proof“ vor der endgültigen Bestellung braucht kann das eigens gestaltete Fotobuch als PDF-Druck erstellen und dann nochmal in vollem Umfang prüfen. Hierbei werden noch enthaltene Blindtexte jedoch komplett ignoriert, was in meinem Fall etwas zu Verwirrung geführt hat. Im Endeffekt habe ich zwar sowieso 80% der Textboxen durch weitere Fotos ersetzt, da das Erzeugen des PDF llerdings doch einige Minuten braucht sollte man das wirklich zum Schluss starten (sofern man das PDF überhaupt benötigt). Um einen Eindruck vom Look & Feel des Buches zu erhalten ist die Ansicht in der man sich von Anfang an bewegt absolut ausreichend.

Alles gefällt, also starte ich die Bestellung. Die erste Verwirrung: zusätzlich zu den zuerst angesetzten EUR 24,99 für mein 20-seitiges Buch fallen nun Versandkosten von EUR 7.99 und die MwSt in Höhe von EUR 6,27 an. Die Gesamtsumme beläuft sich plötzlich also auf stolze EUR 39,25!
Dann das nächste Stirnrunzeln: obwohl meine Apple-ID erkannt wird muss ich nochmal mein Profil bestätigen und die Kreditkartendaten eingeben.

Naja, jetzt hab ich ich Stunden investiert, also wird das gute Stück jetzt auch bestellt.


Lieferzeit und was man als Ergebnis in Händen hält …

Zunächst kurz zur Lieferzeit: hier war ich eher possitiv überrascht. Die Bestellung ging am 22.04. (do.) um 22:50 raus.
Heute, am 27.04. (di.) wurde das Buch per UPS geliefert. Denke sehr viel mehr kann man nicht erwarten!

Wie schaut`s aus? … Gut!
Im Endeffekt kann man es eigentlich ganz einfach zusammenfassen:
WYSIWYG – What you see is what you get.

Zwar waren die von mir bestellten 20 Seiten etwas dünn: Hardcover mit Einband, dann vorne und hinten eine Trennseite aus etwas festerem Papier, die die beidseitig bedruckten 10 Blatt einschließen. Ich würde beim nächsten mal also vielleicht noch einige Seiten hinzufügen, damit das Buch nicht zu „sparsam“ wirkt. Wobei das wahrscheinlich bei der Variante „Taschenbuch“ weniger ins Gewicht fällt.
Ansonsten habe ich keine Abweichungen gefunden, die mich enttäuscht hätten. Das gesamte Buch sieht professionell aus.
Allerding sollte man genau überlegen welche Fotos man in welcher Größe abdrucken lassen möchte. Extrem vergrößertes und/oder unscharfes Ausgansmaterial kann natürlich auch hier nicht überzeugen, wenn es seitenfüllend gedrucht wird.

Ich habe noch keine Erfahrung mit Angeboten zu Fotobüchern anderer Hersteller. Mag also gut sein, dass man vergleichbare Qualität auch an anderer Stelle bekommen kann. Dann stellt sich aber wahrscheinlich auch wieder die Frage welche gestalterischen Möglichkeiten man hat und wieviel Einschränkungen man für einen Preisvorteil akzeptieren möchte.
Momentan gehe ich deshalb auch noch davon aus, dass es sicherlich nicht das letzte Fotobuch war, dass ich auf diesem Weg bestellt habe.

Weitere Infos gibts direkt auf der Seite von Apple.

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Author: Dirk (106 Articles)

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